Mobile Apps
App Intents, Siri & Kurzbefehle
Die beste App-Bedienung ist manchmal gar keine App
Wenn eine Aufgabe jeden Tag dieselbe ist, sollte sie nicht jeden Tag dieselben fünf Fingertipps kosten. Auf iOS heißt der Hebel dafür App Intents. Man beschreibt die Handlungen einer App einmal als Absichten – heute erfassen, Saldo zeigen, Vorgang starten – und das Betriebssystem stellt sie überall dort bereit, wo die Nutzer sie brauchen.
Aus einer einmal beschriebenen Absicht entstehen danach ohne zusätzlichen Aufwand ein Siri-Kommando, ein Eintrag in der Kurzbefehle-App, eine Belegung für den Action Button und ein Steuerelement im Kontrollzentrum. Die Aufgabe ist mit einem Handgriff erledigt, ohne dass die App überhaupt geöffnet wird.
Deshalb entwerfen wir Intents früh und nicht als Zugabe am Ende. Sie erzwingen eine nützliche Disziplin, nämlich die zwei oder drei Handlungen zu benennen, um die es in der App wirklich geht. Alles Übrige ordnet sich danach.
Was daraus entsteht
- Sprachbefehle über Siri, ohne eigene Spracherkennung
- Automatisierungen, die Nutzer sich selbst in der Kurzbefehle-App bauen
- Eine Belegung für den Action Button und das Kontrollzentrum
- Wiederkehrende Aufgaben mit einem Handgriff statt mit fünf
- Ein schärferes Produkt, weil die Kernhandlungen benannt werden müssen