Ein Filmstart ist ein Budget unter Druck, verteilt über dutzende Marketingkanäle und drei getrennte Märkte, jeder mit eigenem Team und eigener Tabelle. Jeder Kampagnenplan musste Kanal für Kanal aufgeschlüsselt, von Hand in Bestellungen in externen Beschaffungssystemen übersetzt und dann – Wochen später – mit den tatsächlichen Ausgaben abgeglichen werden. Keine dieser Daten lag an einem Ort: Titel-Metadaten gehörten zu einem System, freigegebene Lieferantenlisten zu einem zweiten, der Beschaffungsstatus zu einem dritten. Pläne, Bestellungen und Ist-Werte drifteten in dem Moment auseinander, in dem sie aufgeschrieben wurden.
Die manuelle Übergabe zwischen Planung und Beschaffung war der schmerzhafteste Punkt. Ein Planer bezifferte eine Position und tippte sie dann als Bestellung in iCampaign oder MAPS neu ein – ein Schritt, der Tippfehler in Lieferantennamen, abweichende Beträge und Bestellungen produzierte, die stillschweigend aus dem Takt mit dem Plan gerieten, aus dem sie entstanden waren. Weil der Abgleich nur periodisch und von Hand stattfand, tauchten Budgetüberschreitungen meist erst auf, wenn das Geld bereits gebunden war – nicht, solange noch Spielraum zum Gegensteuern bestand. Multipliziert über drei Märkte ohne gemeinsames führendes System hatte die Finanzabteilung keine verlässliche Echtzeit-Antwort auf eine einfache Frage: Was haben wir gerade tatsächlich zugesagt auszugeben, gemessen an dem, was wir geplant haben?
Das Team brauchte keine weitere Tabellenvorlage. Es brauchte ein System, in dem Plan, Bestellung und tatsächliche Ausgabe drei Sichten auf dieselben zugrunde liegenden Daten sind – immer aktuell, in jedem Markt.